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djerba-impressions - hit the streets of tunesia - episode II

Markttag in Midoun
Markttag in Midoun

Schon vor zwei Jahren besuchten wir das beliebte nordafrikanische Reise-Ziel Tunesien. Wir verbrachten in der Nähe von Hamamed zwei sehr schöne und abwechslungsreiche Wochen mit interessanten Ausflügen! Einen Blog-Artikel über diesen Urlaub gibt hier zu lesen. Nachdem wir also damals den Norden erkundet hatten, so schauten wir uns dieses Jahr den Süden an. Genauer gesagt waren wir auf der Insel Djerba. Unser Hotel befand sich strategisch recht günstig gelegen etwa zehn Taximinuten von Midoun und etwa 15 Taxi- Minuten von der Inselhauptstadt Houmet Souk entfernt. Auch eine weitere Sehenswürdigkeit, das Künstler-Dorf Erriadh, auch bekannt als Djerba Hood, war nicht weit entfernt. Die meisten Aufnahmen in diesem Blog – Artikel entstanden an jenen drei Orten. Einige hingegen entstanden außerhalb Djerbas. Wo genau, verrate ich erst mal nicht. Aber als Tipp kann ich schon mal sagen, dass die Überschrift dieser Reportage etwas damit zu tun hat.


Bei dieser Aufnahme bin ich ein klein wenig stolz auf die Komposition. Denn ich finde, hier ist mir ein kleiner Martin Parr gelungen. Dieser berühmte Magnum – Fotograf arbeitet in seinen Fotografien oft mit vielen unterschiedlichen Ebenen.  Hier sieht man eine alltägliche Straße Szene in Midon vor den typischen blau-weißen Häusern. Interessant finde ich hier das Kind, dass eine Werbetafel auf die Straße hinunter trägt und von ihrer Mutter oben in der Türe beobachtet wird. Die Szene vermittelt mit ihrer auf verschiedenen Ebenen und Höhen angesiedelt Personen eine schöne Tiefe, wie ich finde.
Bei dieser Aufnahme bin ich ein klein wenig stolz auf die Komposition. Denn ich finde, hier ist mir ein kleiner Martin Parr gelungen. Dieser berühmte Magnum – Fotograf arbeitet in seinen Fotografien oft mit vielen unterschiedlichen Ebenen. Hier sieht man eine alltägliche Straße Szene in Midon vor den typischen blau-weißen Häusern. Interessant finde ich hier das Kind, dass eine Werbetafel auf die Straße hinunter trägt und von ihrer Mutter oben in der Türe beobachtet wird. Die Szene vermittelt mit ihrer auf verschiedenen Ebenen und Höhen angesiedelt Personen eine schöne Tiefe, wie ich finde.

Während unserer Ausflüge zu diesen Zielen stieß ich auf sehr viele wunderbare, interessante und abwechslungsreiche Motive. Die für mich schönsten, aussagekräftigsten und interessantesten möchte ich euch hier zeigen. Ich hoffe, sie geben einen Einblick in die Schönheit dieses oft als „Touri-Land“ geschmähten Reiseziels. Also fühlt euch gegrüßt und eingeladen von dem älteren Mann oben auf dem ersten Bild und lasst euch entführen in die Schönheit Tunesiens.


Gewürze gibt es wohl auf jedem orientalischen Markt oder in den Suks der Medinas und sind aufgrund ihrer leuchtenden Farben natürlich immer ein gern gesehenes Fotomotiv.
Gewürze gibt es wohl auf jedem orientalischen Markt oder in den Suks der Medinas und sind aufgrund ihrer leuchtenden Farben natürlich immer ein gern gesehenes Fotomotiv.

Midoun ist nach Houmt Souk die zweitgrößte Stadt auf Djerba und gilt als Herzstück des Alltagslebens der Insel. Besonders lebendig wird es freitags, wenn der traditionelle Wochenmarkt stattfindet – hier vermischen sich Düfte von Gewürzen, Obst und orientalischem Gebäck mit dem Stimmengewirr der Händler. Neben modernen Cafés und kleinen Restaurants finden sich in Midoun noch alte Handwerksbetriebe, in denen Teppiche, Lederwaren oder Silberarbeiten gefertigt werden. Die Stadt ist zudem ein guter Ausgangspunkt, um das ländliche Djerba mit seinen Olivenhainen und typischen weiß-blauen Häusern zu entdecken.


In den unzähligen Cafés im orientalischen Städten findet man hauptsächlich Männer. Viele von Ihnen sind dann auch mal vertieft in ein Spiel wie hier beim Domino oder sie unterhalten sich und rauchen dabei eine Shisha.
In den unzähligen Cafés im orientalischen Städten findet man hauptsächlich Männer. Viele von Ihnen sind dann auch mal vertieft in ein Spiel wie hier beim Domino oder sie unterhalten sich und rauchen dabei eine Shisha.

Houmt Souk – wörtlich „Marktviertel“ – ist die größte Stadt und das geschäftige Zentrum von Djerba. Bekannt ist sie für ihren farbenfrohen Basar, auf dem Gewürze, Teppiche, Keramik und Schmuck angeboten werden. Besonders eindrucksvoll ist die Mischung aus traditioneller Architektur mit weiß getünchten Häusern und den Einflüssen der arabischen, jüdischen und berberischen Kultur. Am Hafen liegen bunte Fischerboote, die noch heute mit traditionellen Fangmethoden arbeiten. Ein markantes Wahrzeichen ist die Festung Bordj el Kebir, die einen weiten Blick über Meer und Stadt bietet. Houmt Souk ist damit nicht nur ein Einkaufsort, sondern auch ein lebendiges Stück Geschichte Djerbas.

Oftmals finden sich an den Wänden der Häuser in der Medina Houmet Suks auch traditionelle oder moderne Graffiti – Kunstwerke. Auch dieses Bild wirkt durch das Layering sehr schön in die Tiefe. Im Vordergrund sieht man die alte Frau,  dahinter dann das sehr große Graffiti, neben der Wand den älteren Mann, der interessiert in die Kamera schaut und ganz hinten noch einen sitzenden jungen Mann, der ebenfalls in meiner Richtung blickt. Dazu kommt dann noch ganz im Hintergrund die Palme, die scheinbar über der ganzen Szene zu schweben scheint.
Oftmals finden sich an den Wänden der Häuser in der Medina Houmet Suks auch traditionelle oder moderne Graffiti – Kunstwerke. Auch dieses Bild wirkt durch das Layering sehr schön in die Tiefe. Im Vordergrund sieht man die alte Frau, dahinter dann das sehr große Graffiti, neben der Wand den älteren Mann, der interessiert in die Kamera schaut und ganz hinten noch einen sitzenden jungen Mann, der ebenfalls in meiner Richtung blickt. Dazu kommt dann noch ganz im Hintergrund die Palme, die scheinbar über der ganzen Szene zu schweben scheint.

Mitten in Houmt Souk schlägt das Herz der Insel: die Medina. Schon beim Eintritt in den Souk umfängt einen das Stimmengewirr der Händler, das Klappern von Metallarbeiten und der süß-würzige Duft von Jasmin und Kardamom. In den schmalen, schattigen Gassen stapeln sich Teppiche und Keramik, nebenan hämmert ein Silberschmied filigrane Muster in ein Armband. Touristen mischen sich unter Einheimische, die hier ihren täglichen Einkauf erledigen – Gemüse, Fisch oder frisches Fladenbrot. Es ist dieses Ineinander von Tradition und Gegenwart, das Houmt Souk so besonders macht: eine lebendige Kulisse, in der die Geschichte Djerbas noch immer spürbar ist.


Zwischen den bunten Häusern von Houmt Souk hängen kunstvolle Bast- und Palmzweig-Gebilde – kleine Glücksbringer, Schutzzeichen und Zeugnisse jahrhundertealter Handwerkskunst, die der verwinkelten Medina ihren unverwechselbaren Charme verleihen.
Zwischen den bunten Häusern von Houmt Souk hängen kunstvolle Bast- und Palmzweig-Gebilde – kleine Glücksbringer, Schutzzeichen und Zeugnisse jahrhundertealter Handwerkskunst, die der verwinkelten Medina ihren unverwechselbaren Charme verleihen.

In den verwinkelten Gassen der Medina von Houmt Souk leuchten die Häuser in strahlendem Weiß, unterbrochen von leuchtend blauen Türen und Fensterrahmen. An jeder Straßenecke öffnen kleine Läden ihre Pforten: hier stapeln sich farbenfrohe Teppiche, dort glitzert handgefertigter Schmuck im Sonnenlicht. Händler rufen ihre Waren aus, Kinder laufen lachend vorbei, und aus den Cafés duftet frischer Minztee. In diesen bunten Straßenecken, wie wir hier eine sehen, verschmilzt Alltag, Handwerk und Geschichte zu einem lebendigen Kaleidoskop, das die Seele der Stadt spürbar macht.


In den Straßen von Tunis und auch auf Djerba scheint es fast ein tägliches Ritual: Männer in Gruppen, tief versunken in Gespräche über Politik, Fußball oder das Leben, sitzen stundenlang in den Cafés. Die Tische sind voll von dampfenden Espressotassen oder Minztee-Gläsern, der Rauch der Shishas hängt in der Luft. Für Außenstehende wirkt es oft wie endloses Verweilen – doch für die Männer selbst ist das Café ein wichtiger sozialer Treffpunkt, ein Ort, um Kontakte zu pflegen und Nachrichten auszutauschen. Zwischen Lachen, Debatten und dem rhythmischen Klappern der Teegläser lebt hier eine Kultur, die sowohl verbindet als auch gelegentlich für Geduld der Wartenden auf der Straße sorgt.

In vielen arabischen Ländern gehört es zum Alltag, einfach mal kurz stehenzubleiben und ein Schwätzchen zu halten – sei es auf dem Markt, vor dem Café oder in der Nachbarschaft. Zwei Minuten können sich schnell zu einer Viertelstunde ausdehnen, während man Neuigkeiten austauscht, gemeinsam lacht oder einfach nur den Moment teilt. Diese scheinbar kleinen Unterhaltungen sind mehr als Höflichkeit: Sie sind ein gelebtes Stück Gemeinschaft, ein Brückenbauer zwischen Menschen und Generationen, das den Rhythmus des Alltags prägt.



Zwischen verfallenden Häusern mit bröckelndem Putz und schmalen Abbaupassagen reihen sich Cafes an kleine Läden und Werkstätten. An den Wänden prangen bunte Graffitis, moderne Farbtupfer, die mit den traditionellen Bast- und Palmzweig-Gebilden an Türen und Balkonen kontrastieren. Über allem liegt eine eigenartige Mischung aus Geschichte, Handwerk und zeitgenössischer Kreativität – die Medina lebt von diesem Spannungsfeld, das jede Ecke zu einem kleinen Erlebnis macht.

Mitten in Djerba-Hood, das eigentlich Erriadh heißt, liegt ein kleiner Platz, auf dem sich das Leben der Nachbarschaft sammelt – und ein Café, das dabei wie ein stiller Mittelpunkt wirkt. Bunte Stühle und Tische stehen unter schattigen Bäumen, ein Vogelkäfig dient als Blickfang und Fotomotiv, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und Minztee mischt sich mit dem leisen Stimmengewirr der Gäste. Hier halten Einheimische und Reisende inne, lachen, plaudern oder beobachten einfach das bunte Treiben auf dem Platz. In seiner ruhigen Lebendigkeit ist dieses Café ein kleiner Ruhepol und gleichzeitig ein Spiegel des täglichen Lebens auf der Insel.



Djerba Hood ist ein kleines Dorf mit großer Kunst: In den engen Gassen, an Häuserwänden und Mauern reihen sich über 150 Streetart- und Graffiti-Bilder zu einem lebendigen Freiluftmuseum. Zwischen bunten Fassaden, traditionellen Palmen und Bastgeflechten erzählen die Werke Geschichten von Alltag, Kultur und Kreativität der Inselbewohner. Das Zusammenspiel von moderner Kunst und historischer Architektur macht Djerba Hood zu einem einzigartigen Ort, an dem Tradition und zeitgenössischer Ausdruck miteinander verschmelzen.

Oft sind es die kleinen alltäglichen Szenen, wie hier in diesem farbenfrohen Einkaufsladen, die das Lebensgefühl und die Freundlichkeit der Tunesier am besten widerspiegeln. Jene Einkaufsszene wird von dem leuchtenden Blau der gitterartigen Wandverzierung schön eingerahmt und wird durch die Blickkontakte und die vier Generationen der Menschen in diesem Bild sehr lebendig.

Bei diesem Spot faszinierte mich auf Anhieb die blaue Wand mit ihren orientalischen Ornamenten, die von den Lichtreflexen in eine Art Leinwand verwandelt wird. Dazu fiel mir noch die junge Frau auf, die in ihrem traditionellen Gewand beinahe andächtig wirkt und durch den Türrahmen schön eingerahmt wird - ein Bild, das mir wegen seiner Stimmung unf Farben sehr gut gefällt.

Nun kommen wir zur Auflösung des kleinen Rätsels am Anfang dieser Reportage. In Tunesien finden sich einige Drehorte der berühmtesten Weltraum-Saga aller Zeiten: Star Wars. Hier in Medenine sehen wir einen der ikonischsten Drehorte:
Nun kommen wir zur Auflösung des kleinen Rätsels am Anfang dieser Reportage. In Tunesien finden sich einige Drehorte der berühmtesten Weltraum-Saga aller Zeiten: Star Wars. Hier in Medenine sehen wir einen der ikonischsten Drehorte:

Die Stadt Medenine im Süden Tunesiens ist eine Reise in die Vergangenheit – und gleichzeitig ein Besuch auf einem anderen Planeten. Hier, in den uralten, lehmgestampften Ghorfas des Ksar Medenine, fand Regisseur George Lucas die Kulisse für die Kindheit von Anakin Skywalker auf dem Wüstenplaneten Tatooine.

Der Ksar, eine jahrhundertealte Festung aus ockerfarbenen Mauern, gleicht einem Bienenstock. Seine kleinen, gewölbten Kammern, die Ghorfas, dienten einst als Speicherburgen der Berber. Für den Film "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" wurden sie zum Zuhause des jungen Anakin und seiner Mutter Shmi.

Auch heute, Jahrzehnte nach den Dreharbeiten, hat sich wenig verändert. Die Sonne brennt auf die Mauern, der Wind weht Sand durch die Gassen. Ein Spaziergang durch das Labyrinth der Ghorfas ist wie eine Zeitreise. Obwohl einige der Kammern in Souvenirläden umgewandelt wurden, spürt man in den unberührten Winkeln immer noch den Hauch der Star-Wars-Geschichte.

Der Ksar Medenine ist nicht nur ein Pilgerort für Fans, sondern auch ein architektonisches Juwel und ein Zeugnis der Kultur Nordafrikas.

Im staubigen Süden Tunesiens, nicht weit von der Stadt Tataouine entfernt, liegt Ksar Hadada, ein Ort, der für "Star Wars" unsterblich gemacht wurde. Was einst ein befestigter Kornspeicher der Berber war, ist heute ein Ziel für Filmfans und Reisende, die eine besondere Unterkunft suchen.

Dieser alte Ksar ist ein architektonisches Wunderwerk: ein Labyrinth aus sandfarbenen Mauern und unzähligen kleinen, gewölbten Kammern, den sogenannten Ghorfas. Im Film "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" wurde auch der Ksar Hadada zum Schauplatz für Anakin Skywalkers Heimat. George Lucas wählte diesen Ort wegen seiner einzigartigen, außerirdisch wirkenden Atmosphäre, die perfekt zum Planeten Tatooine passte. Hier, in diesen uralten Gassen, drehte man die Szenen von Anakins Kindheit.

Heute ist Ksar Hadada nicht nur eine Filmkulisse, sondern auch ein Ort, an dem man übernachten und essen kann. Teile des alten Speicherdorfes wurden in ein Hotel und ein Restaurant umgewandelt. Das ermöglicht es Besuchern, wirklich in die Welt einzutauchen, die sie aus dem Film kennen. Man schläft in den renovierten Ghorfas und kann sich vorstellen, wie es wäre, als Anakin in diesem Dorf aufzuwachsen. Das Restaurant bietet traditionelle tunesische Küche, sodass man nicht nur die visuelle, sondern auch die kulinarische Kultur der Region erleben kann.

Ein Besuch in Ksar Hadada ist somit mehr als nur ein Fototermin. Er ist eine Reise in eine Welt, in der sich Geschichte, Film und Gastfreundschaft auf faszinierende Weise vermischen.

Auch dieses Bild entstand dort. Hätte die in traditionelle Gewänder gewandete Frau anstatt dieses modernen Putzwerkzeug einen Holzstab in der Hand und läge nicht die leere Plastikflasche auf dem Boden, so könnte die Szene auch vor tausenden von Jahren entstanden sein. Im Hintergrund sieht man einige der unzähligen Getreidekammerm.

Hier waren wir zu Besuch bei einer Berber – Familie, die uns mit Tee und traditionellen Fladenbrot bewirtete. Wir sehen hier ein so genanntes Troglodyten-Haus. Um der extremen Wüstenhitze zu entgehen, gruben die Berber senkrechte Gruben in den weichen Sandstein. Von diesem offenen Innenhof aus führten Gänge zu den Wohn- und Lagerräumen, die in die Felswände gemeißelt wurden. Diese Bauweise sorgt für ein natürliches, konstantes Klima im Inneren und schützt die Bewohner vor den Witterungen.

Weltberühmt wurde ein solches Haus als Filmkulisse. Das Hotel Sidi Driss diente als Drehort für das Zuhause von Luke Skywalker in "Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung". Der unterirdische Hof ist heute eine Pilgerstätte für Fans.

Die Troglodyten-Häuser sind aber mehr als nur eine Filmkulisse. Sie sind ein lebendiges Zeugnis einer alten Kultur und des genialen Überlebenswillens in der Wüste. Einige Familien leben noch immer in diesen einzigartigen Häusern.


Mitten im Bergland von Matmata, im Süden Tunesiens, liegt ein Ort, der so unscheinbar ist, dass man ihn fast übersieht: das Hotel Sidi Driss. Doch für Millionen von Filmfans weltweit ist es ein historischer Ort, denn hier wurde das Zuhause von Luke Skywalker gedreht.

Im Jahr 1976 nutzte George Lucas diesen Ort als Kulisse für die Feuchtfarm der Familie Lars in "Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung". Der berühmte Innenhof mit seinen gewölbten Gängen und der niedrigen Decke ist für Fans sofort wiedererkennbar. Hier drehte man die legendären Szenen mit Luke, Tante Beru und Onkel Owen.

Auch heute noch kann man im Hotel Sidi Driss übernachten und im Restaurant essen. Das Set von "Star Wars" wurde restauriert und ist für Besucher frei zugänglich. Man kann durch die Gänge schlendern, sich an den Filmdreh erinnern und die magische Atmosphäre spüren. Das Hotel ist nicht nur eine Unterkunft, sondern eine lebendige Filmkulisse, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt. Der Ort ist so magisch, dass er sogar einfache Reisende zu mächtigen Jedi-Rittern werden lässt.

Gegen Ende unseres Urlaubs waren wir noch mal zu Besuch in Houmet Souk. Wir schlendern durch die verwinkelten Gassen der Medina , besorgten noch einige Mitbringsel und auch bei diesen Abstecher gelangen mir wieder einige schöne Aufnahmen. Hier fotografierte ich durch einen an einer Straßenecke hängenden schönen alten Vogelkäfig hindurch und erwischte die junge Dame im traditionellen Gewand bei einem interessierten Blick in meine Richtung.

Nur ein paar Meter weiter und um eine Straßenecke herum entdeckte ich diesen wunderbaren Spot. Der Torbogen als Umrahmung, das Kopfsteinpflaster, die blaue Tür mit ihrer abblätternden Patina an dem unbewohnten Haus, die ockerfarbene Fassade, das Graffiti mit dem verträumt blickenden Mädchen, das Spiel von Licht und Schatten sowie die vorbei schlendernden jungen, modernen tunesischen Damen machten diese Szene für mich unwiderstehlich.

Wir sind nun am Ende dieses Reiseberichts angekommen. Ich hoffe, ich konnte euch damit einen Einblick in das Tunesien vermitteln, wie ich es durch meine Linse wahrgenommen habe. Bis auf den Ausflug zu den Star Wars – Drehorten entstanden alle Bilder in Begleitung meiner Familie. Das zeigt ein weiteres Mal, dass Streetfotografie auch quasi nebenbei während eines Familienurlaubs entstehen kann. Meist hatte ich nur ein paar Minuten oder noch weniger Zeit für eine Aufnahme. Aber oftmals reicht das! Ich bin sehr dankbar dafür, was mir unser diesjähriges Urlaubsziel fotografisch geschenkt hat! Deswegen sage ich hier zum Schluss noch mal danke an Tunesien. Es ist eben nicht nur ein Urlaubsziel für Pauschal-Touristen, es hat mit seiner Kultur, seiner Geschichte und seinen wunderbaren Landschaften und altertümlich wirkenden Städten mit ihren Medinas und Suks so viel mehr zu bieten als Hotelburgen und Strand! Wenn man sich dafür öffnet, so bekommt man einen Einblick in den Orient.

Nichtsdestotrotz haben wir unser Hotel, die Verpflegung von morgens bis abends (wer wir wir einige Kinder hat, wird das verstehen), die riesige Poollandschaft, die Rutschen für die Kinder und den Strand natürlich auch sehr genossen! Für uns war es ein wunderbarer Urlaub, bei dem für jeden in unsere Familie etwas dabei war und so fuhren wir erfüllt, erholt und um einige Erfahrungen und viele Einblicke reicher wieder zurück ins vorherbstliche Deutschland.


Also sage ich wie immer in Vorfreude darauf, was die nächsten Reisen und Urlaube bringen werden, tschüss.


Es grüßt euch freundlich


Euer Holger


P.S. Um der Wahrheit genüge zu tun, möchte ich mich auch ganz herzlich bei ChatGPT für die freundliche Unterstützung bei der Erstellung der Texte bedanken!



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